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Slowenien

Ende August haben wir wieder mal das Reiseköfferchen gepackt und sind losgezogen. Diesmal nicht Monate, sondern wochen. Nicht V8-Landi mit eingebautem Bungalow, sondern v4-ford mit kofferraum. Nicht Beni-Becken, sondern Triglav-Nationalpark................

Über drei kurventierige Pässe sind wir dann ins Engadin eingefallen. In Pontresina haben wir unser Zelt aufgebaut und 2 Tage "Hochgebirgscamping" gemacht. Sind etwas wandern gegangen und sind faul vor dem Zelt gelegen. Also die Gebirgswelt um St. Moritz ist ja schon was Feines. (guggst Du Bilder) aber spätestens im Restaurant hört der Spass dann definitiv auf. O Göttchen, das kostet.... Ein Glück das wir Doppelverdiener sind und keine Kinder haben. :-)

Nach der zweiten Nacht im Zelt haben wir das Experiment zelten wohl ein für alle Male abgebrochen. Irgendwie ist das doch etwas mühsam. Mit Womi fährt man auf den Platz, klappt das Dach hoch, öffnet 2 Bier und gut ist. Aber beim Zelten werkelt man dann ne Runde und das Schlafen auf Luftmatrazen ist auf die Dauer einer Nacht auch nix für "über 35-jährige Rücken".

Man ist dann weiter nach Scuol. Man hat sich leicht sportlich betätigt und hat todesmutig mit Trottinets "gedownhillert". Josi war an diesem Abend ja sowas von platt, denn der Guten wurde kein Trotti gegeben........

Scuol ist ein hübsches Dorf mit schönen Häusern und immer einen Abstecher wert.

Über den Ofenpass und durch den Nationalpark gings weiter ins urchige Val Münstair, wo man sich im Hotel Crusch Alba ein mehr als gediegenes Doppelzimmer leistete. Das Hotel ist das älteste im Val Müstair ( 15. Jahrhundert ) Es wurde am 21.6.2003 durch einen Brand fast komplett zerstöert. Heute erstrahlt es nach dem Wiederaufbau im historischen, traditionellen Stil in neuem Glanz. Klingt jetzt irgendwie wie Werbung.........ist es auch, den das Hotel ist für 170 Fränkli wirklich sehr gediegen.

Durch die Dolomiten gings über Cortina d'Ampezzo weiter nach Villach in Östereich. Von hier führt der Wurzenpass nach Slowenien.

Gleich nach der Grenze liegt der Wintersportort Kranska Gora mit den beeindruckenden Skiflugschanzen Planica. Hier wurden die meisten Weltrekorde herausgeflogen. Der aktuelle Rekord : 238m durch den Finnen Hautamäki. Mhmmmm, wenn man da unten steht: "Schon sehr weit, schon sehr steil. Wie sieht das wohl von oben aus?" Über den Vrsic-Pass (1611m.ü.M) gelangt man ins schöne Tal der Soca mit seinem glasklaren, kalten Wasser. Hier liegt Bovec, ein bekannter Ort für Kanuten, mit ein paar Hotels und Restaurants. Eine Gondelbahn führt auf den 2300 m hohen Kanin.

Hier blieben wir zwei Nächte und gingen etwas Wandern. Zum Wandern wählten wir natürlich den einzigen Regentag der Reise, was dann zu einem etwas zu feuchten Vergnügen ausartete.
Da wandern entlang eines schnöden Weges auf die Dauer etwas "öde" ist, wählten wir für den Rückweg die etwas ausgefallerene Variante trockenes Flussbett der Soca. So 3 Kilometer ging das primafein, aber es kam wie es kommen musste. Irgendwann stand man vor nur noch nassem und extrem kalten Flussbett und dichtem Wald.................. Also "machetete" man sich eine Stunde durchs Gehölz Richtung Strasse. Laut Reiseführer soll es im Triglav-Nationalpark wieder Bären und Wölfe geben, und wir expeditionierten da gepflegt durchs Unterholz..........:-) Irgendwie artet das Wandern bei uns immer etwas aus. Woran das wohl liegt?????

Am nächsten Tag gings weiter Richtung Süden. Der Tag stand unter dem Motto: "Was wäre eine Reise, ohne technische Probleme am Fahrzeug.........". Nachdem Beat einem, auf der Strasse faulenzenden Stein, leider nur "landymässig" (wenns unter meinem Hintern durchgeht, gehts locker am Verteilergetriebe vorbei......) ausgewichen ist, hatte der Ford innert Sekunden einen etwas gar sportlichen Ton. Nach Stunden und etlichen Garagenbesuchen hatten wir uns zur wohl einzigen "Auspuff-Werkstatt" in Slowenien durchgefragt. Positiver Nebeneffekt, ein neues Autoteil in einer fremden Sprache gelernt (Auspuff = Izpusni sistemi) und einen konkurrenzlos günstigen Izpusni.

Wir fuhren dann bis Postonja, wo wir am nächsten Tag die in der Nähe liegende Höhle Postojnska jama, mit seinen bizarren, feingliedrigen Stalagmiten und Stalaktiten, besuchten. Man fährt mit einem "Minenzug" in die Höhle, macht einen ca. halbstündigen Rundgang und fährt mit der Bahn wieder hinaus. (Eintritt 19 Euro) Es empfiehlt sich, gleich am frühen Morgen hinzugehen, denn ab 11 nimmt der Touristrom, auch in der Nebensaison, ein doch etwas unangenehmes Ausmass an. Wie das wohl in der Hauptsaison ist? Öffnungszeiten Sommer : 9.00 - 17.00 Uhr, stündlich

Sie ist die grösste Höhle der Karstlandschaft Kras und die am meisten besuchte Europas. Die Höhlengänge wurden im Jahre 1818 enteckt und ein Jahr später bereits für Touristen zugänglich gemacht. Seither haben über 32 Millionen Besucher die Höhle besichtigt.

17 km weiter liegt die Burg Predjamski Grad Sie ist in die Felswand aus Karstgestein "hineingebaut", verfügt über ein weitverzweigtes Höhlensystem und ist, neben Bled, wohl das meistfotografierte slowenische "mussichhabenBild".

Die Burg wurde vor mehr als 700 Jahren erbaut und diente dem rebellischen Ritter Erasmus als uneinnehmbares Versteck.


Nach den "Bergferien" zog es uns zum faulenzen an die Küste. Da Slowenien nur ein paar Kilometer mehr Meeresküste hat als die Schweiz und dadurch ziemlich zugebaut ist, fuhren wir dann gleich weiter nach Kroatien.

Kroatien 2008

Nach dem Abstecher nach Kroatien gings wieder nordwärts über Postojna nach Bled. Dem wohl absoluten "Touristen-Hot-Spot"von Slowenien. Trotz den Scharen von Kameraträgern ein lohnendes Ziel. Hier konnten auch wir wandermässig nix falschmachen. Rund um den See führt ein easy Spazierweg mit schönem Ausblick auf die Marieninsel und der Bischofsburg auf dem Felsen. Man kann sich venedigmässig von Gondolieren auf die Marieninsel rudern lassen.

Über Kranska Gora und Italien gings zurück nach Östereich, wo man sich mal wieder mal das leckere Essen mit seinen überbordenden Portionen gönnte. Schon unglaublich was die Össis immer für Mengen an Futtermittel auf den Tisch wuchten.........:-)

Nach 2 Tagen gings dann in einem Rutsch zurück in die Schweiz.

 

 

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