Sie sind hier:  >> SÜDAMERIKA  >> Reisetagebuch 


Ushuaia - El Chalten - Puerto San Julian


Am 15. 12. 2005 haben wir Ushuaia nach fast 3 Wochen wieder verlassen. Kurz nach Rio Grande kam uns dann ein weisser Landy mit Schweizerkreuzen und Zürchernummer entgegen. Man ist dann mehr oder weniger voll in die Eisen gestiegen und rechts rangefahren. So klappte das Wiedersehen mit Gabi und Erich doch noch. Die Beiden haben wir schon vor der Abreise in der Schweiz kennengelernt. (www.gabi-erich.ch) Wir sind dann gemeinsam nach Rio Grande auf den Camping "Club Nautico" gefahren und haben bis spät in die Nacht "glaveret". Am nächsten Morgen/Mittag sind sie dann nach Süden, wir nach Norden weitergefahren.

Wir haben eigentlich gedacht wir "zupfen ihn" locker bis Punta Arenas. Durch den Zoll sind wir noch flockig durchgestempelt, aber leider gibts da noch eine Fähre über die Magellanstrasse. Und dort ist wohl Freitags um 19 Uhr "Rush Hour"......... Die Schlange war ca. 1 Kilometer lang. Nach über 3 Stunden war es dann geschafft und die Magellanstrasse lag hinter uns.

Abseits der Strasse, direkt am Meer, haben wir dann unser Nachtlager aufgeschlagen. Am folgenden Morgen "jagte" Jo ihren ersten Sea-Food, sie kam mit einer Krabbenschere im Maul vom Strand zurück und verspeiste diese genüsslich. Hilft schon Hundefutter sparen, das Hundi...........

Am 17. Dezember am Mittag trudelten wir dann in Punta Arenas ein. Wir füllten unsere Vorräte im Supermercado auf. Beim Bezahlen merkte man "schmerzlich", dass man wieder in Chile ist. In Argentinien ist doch alles bisserl günstiger. Vom Einkaufen über Taxis, Uebernachtung bis Benzin. Wir übernachteten im Hof des Hostal Indepencia. Am Nachmittag fuhren wir zur Zona Franca, der Zollfreizone in Punta Arenas. Da soll man zu unschlagbaren Preisen einkaufen können. Waren bisserl verwundert, dass wir unser GPS in Buenos Aires günstiger gekauft haben, als es hier der Fall gewesen wäre. Dafür würde man für eine Profi Nikon Spiegelreflex-Digikamera nur 1630.- Fränkli löhnen..........

Am 19. Dezember bretterten wir dann bis Puerto Natales. Wir schreiben bald mal TCS-Pannenhilfe ans WOMI. Es stand mal wieder ein Auto am Strassenrand. Und so hilfsbereit wie wir nun mal sind, fragten wir, ob wir helfen können. Er hatte keinen Most mehr im Tank. Da wir kein Gas, sondern "nur" Gasolina dabei haben, schleppten wir ihn dann halt die 70 km bis Puerto Natales.

In Puerto Natales haben wir dann auf schönes Wetter gewartet. Noch eine Anmerkung zum doch etwas teuren Chile. Der lustige Mann vom Campingplatz wollte doch allen Ernstes 4000 Pesos ( 10 Fr. ) für Strom pro Tag. Haben wir aber dankend abgelehnt.

Am 21. Dezember sind wir Richtung Torres del Paine losgefahren. Unterwegs machten wir noch einen Abstecher zur Cueva Milodon. In dieser grossen Höhle wurden Überreste des Riesenfaultieres und auch menschliche Skelette gefunden, die vor ca. 10 000 Jahren hier gelebt haben.

Bei Cerro Castillo sind wir zurück nach Argentinien. Den Nationalpark "Torres del Paine" haben wir uns verkniffen. Da sehr teuer und "überlaufen", Eintritt 20 Dollar pro Person, Camping 10 - 20 Dollar.

Wir sind dann bis El Chalten gerodelt. Wollten eigentlich unterwegs romantisch am Fluss übernachten. Der Platz wäre eigentlich ganz lauschig gewesen, aber beim Aussteigen wurden wir von Herrscharen von Mücken fast gefressen. Also sind wir zurück ins Auto gehechtet und weitergedonnert. In El Chalten sind wir um Mitternacht angekommen. Soviel zu : "Fahren sie nie Nachts........" Werden wir in Zukunft wohl auch nie mehr tun. Nicht wegen Überfällen oder so, aber wegen den Hasen. Nach einem "gemeuchelten" Hasen und vier Vollbremsungen vergeht einem das Fahren bei Dunkelheit.

El Chalten hat uns am nächsten Morgen mit weit besserem Wetter begrüsst, als noch beim ersten Besuch. Waren schon fast sommerliche Temperaturen mit mehr oder weniger wolkenlosem Himmel. Soll sehr selten sein am Fitz Roy. Da haben wir natürlich schleunigst die Wanderschuhe angeflanscht und sind den Berg hochgeschnauft. Da auch der Fitz Roy ein touristischer "Hot Spot" in Südamerika ist, waren wir natürlich nicht die Einzigen. Kam schon etwas "Radiowanderungs-Feeling auf. Jo ist munter mitgewandert. Aber auch in diesem Nationalpark sind Hunde leider verboten. Dies wurde uns gleich von zwei Park Ranger sehr freundlich mitgeteilt. Und jetzt kommt der Oberhammer! Sie haben Angst, Hunde könnten die Hirsche im Park verscheuchen. Kann ja schon sein, dass wir etwas schwer von Begriff sind. Aber es ist wohl eher möglich, dass die Hirsche von den Touristenmassen totgetrampelt werden, als dass unser angeleintes Hundi einen Hirsch vertreiben/erlegen würde. Kommt noch dazu, dass in El Chalten vom Rehpinscher bis zum Dogo Argentino jeder Hund frei rumläuft.

Heilig Abend haben mit einem Käsefondue gefeiert. Weihnachtsfeeling wollte nicht wirklich aufkommen, da das Wetter schon fast sommerlich war. Am 25. Dezember haben wir uns auf den Weg gemacht Richtung Ostküste nach Puerto San Julian. Wir habens dann bis zum Ortsausgang von El Chalten geschafft. Dort trafen wir die sehr symphatische deutsche Familie Uwe, Erika und Felix mit Hund Samson, die wir schon vor 5 Wochen in El Calafate kennengelernt haben. Sie sind auch mit einem Landy mit Tischerkabine unterwegs. Uwe fragte uns, ob wir eine Fettpresse dabei haben, um die Schmiernippelchen zu fetten. Wir bejahten und sind dann zu ihrem Landy gefahren. Da wir auch schon ein südamerikanisches Arbeitstempo draufhaben, dauerte die ganze Aktion mit Schmieren, Mittagslunch und paar Bierchen dann locker neun Stunden........ Da war dann nix mehr mit weiterfahren.

Als wir um neun Uhr zu unserem Landy zurückkamen, war gerade das Schweizer Paar Marianne und Urs mit ihrem Landcruiser vorgefahren. Mit ihnen "quasselten" wir dann bis mogens um vier. Da war dann auch am nächsten Tag nix mit weiterfahren. So war dann faulenzen angesagt. Bisserl im Campingstuhl abhängen, gute Musik auf den Ohren, Bier in der Hand und der "Fitze" vor dem Gesicht. Einfach traumhaft!!!!
Die anstrengendste Sache an diesem Tag war, mit Jo an den Fluss baden gehen. Ihr macht die plötzliche Hitze noch etwas zu schaffen. Auch hecheln will gelernt sein........

Tags darauf sind wir über Tres Lagos über eine sehr gute Schotterpiste an die Ostküste nach Puerto San Julian gefahren. Der Camping Municipal liegt direkt am Meer. Auch hier werden wir wohl ein paar faule Tage verbringen.

Danach geht es weiter nach Puerto Deseado und anschliessend zurück zu den Anden zur Carretera Austral in Chile.


 

5 Uhr morgens in Ushuaia........ seit wir ein Hundi haben kommt Sarah oft in den Genuss von Sonnenaufgängen.

 

Fähre über die Magellanstrasse

 

Plaza de Armas, Punta Arenas

 

Cerro de la Cruz, Punta Arenas

 

Punta Arenas

 

Rio Santa Cruz, bei El Calafate

 

Cueva Milodon bei Puerto Natales, Chile

 

Milodon, Riesenfaultier, wer sich da jetzt fragt : "Welches denn nun?" Der is bisserl frech.........

 

ds ChileSari

 

Ahhhh, so einfach ist Autofahren! Und zum Gaspedal wachs ich dann auch noch hin.

 

Fitz Roy Massiv bei El Chalten, die Berge sind ja schon toll! Und dann noch schönes Wetter!

 

"Zum Glück, das niemand weiss, dass ich Rumpelstilzchen heiss!"

 

Bombast-Aussicht vom freien Camping am Ortsrand von El Chalten

 

Heilig Abend - "Figugegu" in El Chalten

 

Torre, am Fitz Roy-Massiv, der gefährliche Traum jedes Bergsteigers

 

 

 

 

"Sommer" in Ushuaia........

 

nach oben