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V. La Angostura - Bariloche - Lican Ray


Wir sind eine Nacht auf dem "sauteuren" Campingplatz in Villa La Angostura geblieben. Haben am Abend mal wieder ein bisserl Fleisch gebruzzelt. Unglaublich, das Fleisch das wir da verdrücken. Haben in Südamerika wohl schon eine halbe Kuh gefressen.

Am nächsten Morgen sind wir zurück nach Bariloche zum SENASA. War aber um halb drei am Nachmittag schon geschlossen. Cool solche Arbeitszeiten. Liebe Chefs in der Schweiz : 8 - 14 Uhr, das wär doch was.........

So sind wir unverrichteter Dinge zur Colonia Suiza gefahren und haben dort übernachtet. Dort haben wir dann Esther und Kathrin wiedergetroffen, die wir in Ushuaia kennengelernt haben. Argentinien kann ja sooo klein sein......

Tags darauf fuhren wir die Strecke ab, die wir bei unserer Nachtwanderung vor 3 Monaten zu Fuss gelaufen sind. Ist am Tag und per Landy schon gemütlicher. Und siehe da, im Sommer hat der Arroyo "Casa de la Piedra" wirklich fast kein Wasser.

Mit dem SENASA hats dann auch geklappt und trotzdem blieben wir noch 3 Tage in Bariloche auf dem Camping "Cisnes", unweit des Camping "Petunia". Hatten noch nicht gross Lust auf Chile. Dort trafen wir das holländische Paar Dorrit und Coen. Sie sind schon 4 Jahre unterwegs, mit ihrem VW-Bus und ihren zwei Hunden. Die Hunde haben sie in Pakistan und Indien aufgegabelt. Gibt also noch mehr tierliebende Reisende, die ihren Reisealltag mit mühsamem Papierkrieg "aufmotzen". (www.1001-nights.com)

Wir quatschten bis morgens um halb drei. Am nächsten Tag grillten wir mal wieder.......... Der Grillspass wurde aufgelockert mit einem nervlich leicht angefressen rumschreienden Coen : Maaaanaaali, gum hiiieeeeeee!!!!!!!! Waren wir aber froh, dass unser Hundi schon so gut gehorcht.
Manali und Shimal sind aber auch voll die Härte. Zwei todliebe Hunde, die es aber faustdick hinter den Ohren haben. Wir hoffen, Josi hat nicht allzuviel von ihnen gelernt........... Wir verbrachten 3 gesellige Abende mit dem holländisch-pakistanisch-indischen Quartett, bevor es uns dann doch weiterzog.

Wir übequerten die Grenze zu Chile bei Villa La Angostura. Die Zollabfertigung war trotz Hochsaison recht zügig. Wr übernachteten bei Entre Lagos auf einem Campingplatz. Wir fuhren dann weiter über Osorno an den Lago Ranco. Um den See führt eine üble Schotterpiste. Ab Futrono führt die Strasse durch schönes Kulturland mit saftigem Grün und Getreidefeldern. Da kommen richtig Heimatgefühle auf. Die Getreidefelder sind einfach bisserl grösser.

Tags darauf gings weiter nach Valdivia. Die Stadt liegt wunderschön am Fluss und bietet ein sehr schönes Stadtzentrum. In der Umgebung kann man drei Forts aus dem 17. Jahrhundert besichtigen. Valdivia war früher durch seine geschützte Lage in einer Flussmündung ein wichtiger Hafen. Die besterhaltene Festung ist die bei Corral (erbaut 1645). Wir übernachteten ausserhalb in Los Molinos auf einem schön gelegenen Campingplatz direkt am Pazifik. Zum Abendessen gabs 1 kg Muscheln und 1.5 kg Fisch für uns drei. Da brauchten wir dann aber einen Schnaps als Verdauungshilfe. Die Meerestiere haben wir auf dem Fischmarkt am Hafen für günstige 2500 Peso (6.50Fr.) gekauft. Wir sind 2 Tage geblieben.

Danach gings zurück nach Valdivia. Wir wollten eigentlich etwas durch die schöne Stadt spazieren, aber es war unmöglich einen Parkplatz zu finden. An diesem Tag sass wohl jeder Valdivier in seinem Auto. Es dauerte eine halbe Stunde bis wir dem Verkehrschaos "entkommen" konnten.

Wir fuhren dann über Panguipulli bis Choshuenco und übernachteten auf einem übervollen Campingplatz. Es ist Hauptsaison und jeder zweite Chilene ist wohl am zelten. Wir wären wohl besser noch einen halben Monat auf der Carretera Austral geblieben. Ganz alleine auf dem Camping ist irgendwie uncool, aber so proppenvoll ist es auch nicht wirklich das Wahre. Aber genug gestänkert, dafür ist das Wetter und die Landschaft wunderschön und die Seen laden mit angenehmen Wassertemperaturen zum Baden ein, falls man denn eine freie Wasserfläche am Strand findet.........:=)

Die Strasse von Panguipulli über Choshuenco bis Coñaripe ist landschaftlich sehr reizvoll, aber die Piste ist was vom Schlimmeren, das wir bis jetzt gefahren sind. Wellblech vom ganz Feinsten......... Und wir motzten über die Ruta 40 in Argentinien.

Tags darauf gings weiter nach Lican Ray, einer Touristenhochburg am Lago Calafquen. Wir übernachteten auf dem Camping "Trinidad". Schöne Anlage mit Schwimmbad. Und mit 5000 Peso relativ preiswert.

Da wir, trotz dem übervollen Camping, einen gemütlichen Platz gefunden hatten, sind wir dann 3 Nächte geblieben. Bisserl das Ende der Hochsaison abwarten. Wir haben bisserl gegrillt (mmmhhh,wir wiederholen uns immer...) und sind etwas durch den Ort geschlendert. Als wir am Strand von Lican Ray vorbeikamen, dachten wir, wir seien in Rimini oder sonst an einem würgigen italienischen Strand. Nichts gegen Italiener, aber (guggst du Foto) das kanns ja dann devinitiv nicht sein. 3 Wochen so, o göttchen.....

 

Blick auf eins der teuersten Hotels in Argentinien. Llao Llao bei Bariloche.

 

"mal wieder grillen" mit Dorrit, Coen und Dominik.

 

zum ersten mal am "offenen" Pazifik. Bei Bahia Mansa.

 

Schmusestunde mit Jo. Etwas feuchtes Vergnügen........

 

mal nicht Rindfleisch grillen...........

 

bei Los Molinos, Valdivia

 

Lago Panguipulli mit Volcán Choshuenco (Skigebiet)

 

Salto Huilo Huilo (Rio Fui) bei Neltume

 

spezielle "Lodge La Montagne" bei Puerto Fuy

 

Volcán Villarica

 

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