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Lican Ray - Pucon - NP Nahuelbuta

Wir sind dann weiter nach Pucon. Noch so ein übervolles chilenisches Ferientraumziel. Nicht, dass uns Touristenströme magisch anziehen, aber in Pucon kann man gut raften. Und da es in Futaleufu irgendwie nicht klappen wollte, versuchte es Beat nun hier. Und ohh staun, die Veranstalter sind hier ja superfreundlich. Beat buchte dann die harte Tour bei "Sol y Nieve". 3 Stunden-Tour mit Level 4-Stromschnellen für 22 000 Peso. Wusste ja nicht wirklich was das jetzt heisst, aber das Maximallevel soll 6 sein. Und alto klingt einfach besser als bajo.........

Und das Raften war gut. Nette adrenalinförderde Stromschnellen, 4 m Wasserfälle mit klingenden Namen wie "Ugly". Die Ausrüstung ist bei diesem Veranstalter sehr gut. Mit guten Schwimmwesten, Neoprenanzügen und Rettungskanu. Nur die Guides habens nicht ganz so im Griff, man rumpelte doch teilweise arg unkontrolliert durch die schwierigen Passagen. Aber es hat trotzdem Spass gemacht und passiert ist ja auch nix. Chilenen raften, wie sie autofahren, etwas sorglos.

Wir wollten dann weiter in den Nationalpark Villarica. Aber auch hier gilt Hundeverbot. So hat man den dann ausgelassen.

Wir fuhren dann über Temuco nach Malalcahuello. Dort hat das Schweizer Ehepaar Buschor das "Suizandina" aufgebaut. Mit Hotel, Restaurant, Cabañas und Campingplatz. Das Essen ist sehr gut. Weiter gibt es Wäscheservice, Büchertausch ( 1:1 ) und gemütliche Wanderwege in der Umgebung. Sehr empfehlenswert!

Wir blieben 3 Tage. Man wanderte, faulenzte und warf sich ein paar Pisco Sour hinter die Binde. Das chilenische Nationalgetränk mit Pisco, Limonensaft und geschlagenem Eiweiss ist ja sowas von lecker. Auch kulinarisch liessen wir uns verwöhnen. Mit Asado bis zum Abwinken und Zmorgebuffet.

Wir fuhren dann weiter über Lonquimay, Icalma zurück nach Temuco. Wir wollten eigentlich durch den Nationalpark "Concuillio" fahren, aber kurz vorher hat uns der "Neumatico-Schutzengel" mal kurz verlassen. Wir haben den ersten Platten auf unserer Reise eingefangen. Nach 17' 000 gefahrenen km auf mehrheitlich Schotterpiste, ein ganz guter Schnitt. Ohne Ersatzreifen und mit ziemlich abgefahrenen Pneus wollten wir dann nicht noch mehr Geschottertes fahren. So sind wir halt über Cunco zurück nach Temuco.

Diese Rundfahrt ist landschaftlich sehr empfehlenswert. Man fährt über einen Pass, durch Araukarienwälder und an 2 Vulkanen vorbei.

In Temuco hat dann der Landy neue Finkli bekommen. Good Year Wrangler, Made in Chile, für "lumpige" 250 000 Peso. Wollten eigentlich etwas breitere Reifen montieren. Aber die gibts nur "Made in USA", die kosten dann gleich mehr als das Doppelte. Mal schauen, wie lange die "Chilenen" halten......

Im Jumbo in Temuco haben wir auch gleich unseren "Aromat"-Vorrat aufgefüllt. Man hatte ja schon fast Entzugserscheinungen.........

Wir holperten dann über eine schlechte Piste der Küste entlang bis Cañete und haben dort bei der Shell-Tankstelle übernachtet. Tags darauf gings weiter in den NP Nahuelbuta. Er wurde 1939 zum Schutz der Araukarienwälder eingerichtet. Das dies nötig ist, sieht man auf der Fahrt zum Park. Bis zu den Grenzen des Nationalparks sind die Wälder kahlschlagmässig abgeholzt und mit Eukalyptusbäumen resp. Kiefern aufgeforstet. Es ist schon unglaublich, wie die Chilenen mit ihren Wäldern umgehen. Überall stehen Holzverarbeitungsfirmen und die Strassen sind proppenvoll mit Holztransportern. Der Küste entlang sind die meisten Wälder gerodet und durch schnellwachsende Monokulturen ersetzt. Sieht Scheisse aus und in ein paar Jahrzehnten wächst da dann wohl nix mehr. Und es wird sich wohl an diesem Raubbau nichts ändern, denn 90% der chilenischen Wälder sind in Privatbesitz. Fuck you Pinochet!!

Im Nationalpark Nahuelbuta haben wir unsere erste Gipfelbesteigung in den Anden gemacht. Und zwar auf den 1406 m hohen "Piedra de Aquila". Das Basislager (Campingplatz) liegt auf 1061 m. Das sind dann "gewaltige" 345 Höhenmeter. Wir haben gehofft, dass die 10 km-Wanderung unseren Hund endlich mal müde macht. Aber war nix, hat nur etwas mehr gefressen.

Im Park sieht man grosse Bestände von Araukarien, Lengua, Roble und Coigüe. Viele dieser Bäume werden locker 50 m hoch. Der Park hat einen einfachen Campingplatz, ein paar schöne Wanderwege und ist nicht so überlaufen. Die Zufahrt zum NP von Cañete aus fällt in die Kategorie "muy malo".

 

Lican Ray, Hochsaison! Fast wie Rimini.......

 

Hola aus Chile

 

Volcán Lonquimay

 

Araukarien

 

Araukarien

 

Anschnallen bitte, es geht bisserl hinauf.......

 

Es kam, wie es kommen musste.......

 

Plaza de Armas, Temuco

 

Wurde nach einem halben Jahr auch mal wieder Zeit. Sogar Sarah hatte Lust auf Big Mac. Staun.....

 

Nationalpark Nahuelbuta bei Angol

 

Kahlschlag-Chilenen

 

NP Nahuelbuta

 

Auf dem "Piedra de Aquila", NP Nahuelbuta

 

Diese Araukarie soll 1800 Jahre alt sein

 

Coigüe (Südbuche)

 

 

Auch in Chile sind viele Bäume mit dieser Flechte behangen

 

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