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NP Nahuelbuta - Santiago de Chile


Der Preis für das Campieren im NP Nahuelbuta ist chilenisch absurd. 12 000 Peso pro Nacht. Man konnte den Preis mit ungläubigem Blick und den "Kiefer auf die Tischplatte fallen lassen" auf 8000 Peso pro Nacht drücken. Aber auch so nicht wirklich ein billiges Vergnügen. Aber immerhin für einen guten Zweck..... Hätte uns der nette Ranger am Eingang auch verklickern können und nicht erst der sehr Nette am Ausgang. In Zukunft klären wir das Finanzielle im Voraus........

Wir bretterten dann über Angol, Los Angeles zu den "Saltos de Laja", den grössten Wasserfällen von Chile. Der Rio Laja fällt über ein Fellsplateau ca. 30 Meter in die Tiefe. Ein Hauch von Iguaçu. Wir übernachteten auf dem Camping direkt an den Fällen "Saltos Chico".

Tags darauf gings über die PanAm weiter nach Linares. Wir übernachteten bei El Colorado direkt am Staudamm. Am Abend grillten wir mal wieder.

Am nächsten Mittag fuhren wir über die PanAm weiter Richtung Santiago. Die Nacht verbrachten wir auf dem Camping "Los Alamos" an der Laguna Azuelo, 70 km südwestlich von Santiago. Zeltplätze gibts auch südlich von Talagante (40 km südwestlich).

Noch kurz etwas zur chilenischen Fahrweise. Nach zwei Tagen auf der PanAm bei Ferienrückreiseverkehr, lässt man sich zur Aussage hinreissen : "autofahrende Chilenen sind wohl nicht mit sehr viel Hirn gesegnet." Da wird bei 140 auf die Stossstange aufgeschlossen, da wird rechts überholt und, wenn beide Fahrspuren besetzt sind, wird auf dem Pannenstreifen überholt. Und das alles bei strömenden Regen, vollbepackt mit der ganzen Familie auf dem Rücksitz. In Europa sieht man dieses Phänomen ansatzweise nur bei Lenkern einzelner Marken. Hier trifft es auf 75 % der Lenker zu. Der Rest fährt Fahrzeuge, die bei einer bestimmten Geschwindigkeit auseinanderfallen oder gar nie 55 km/h erreichen.

Am Montag stürzten wir uns dann in den Grosstadtdschungel Santiago. Im Reiseführer steht "Augen am Hinterkopf wären von Vorteil". Gut, dass wir im Rückspiegel praktisch nichts sehen..........

Wir kurvten dann 1 Stunde lang durch Santiago und suchten die Calle Tegualda. Empfehlenswert für solche Suchaktionen ist die Webseite www.mapcity.com. Sehr gute Stadtpläne mit Strassenverzeichnis.

Wir fuhren dann bei Christian Andres Alvarado-Stückrath vor und schilderten unser Problemchen. Der fünfte Gang mache so Geräusche und ein Service sei auch mal fällig. Seine erste Diagnose nach Höhrprobe und Probefahrt : ........Malo!
Autsch, wollten eigentlich nicht so lange bleiben. Mittlerweile hängen wir schon über eine Woche in Santiago fest. auch malo.....
Nachdem das Getriebe auseinadergeschlüsselt war, zeigte sich dann das ganze Ausmass der Bescherung. Alle Kugellager, das Zahnrad des fünften Gang, eine Schaltgabel und mehrere Dichtringe am A...

Da Chile nicht gerade eine Hochburg von Land Rover ist, wurde es mit der Ersatzteilbeschaffung etwas mühsam. Ein Teil hat man in Santiago gefunden. Nicht Land Rover, aber LADA, Hyundai und Rossier-Kugellager. Der Rest musste per TNT-Kurier in der Schweiz bestellt werden. Finanziell muy malo...... Wenn wir Glück haben sind die Teile am Mittwoch da und der Landy am Freitag fahrbereit. Wenn nicht....... Fortsetzung folgt.

Nachdem wir den Landy in der Garage abgestellt hatten ging dann die Hotelsuche los. Mit Hund nicht wirklich einfach. Camping kam nicht in Frage, da alle weit ausserhalb der Stadt. Nach 4 Stunden war dann auch das geschafft. Hotels kann man glatt vergessen! Wir fanden dann in einer privaten Pension Unterschlupf.

Man schlenderte dann bisserl durch die Strassen von Santiago. Bus, Metro ging nicht, da Tierverbot. Taxifahren ist mit Hund eigentlich auch verboten, war aber nie ein Problem. Man speiste in Pablo Nerudas Stammkneipe in Bellavista, sah sich auf den diversen Märkten um. Unter anderem Schmuckstücke aus Lapislazuli-Steinen. Die gibts nur in Chile und Afghanistan. Und o Wunder, Sarah konnte sich beherrschen. Lag wohl am teuren Multikulti-Getriebe des Landy.........

Am Montag hatten wir dann genug von der Hitze in Santiago. Wir mieteten einen kleinen Suzuki Maruti. Nach Monaten Landy-Schiffsschaukel fahren, war das aber mal wieder geil. Man sitzt fast auf dem Asphalt und das Fahrgefühl tendiert böse Richtung Go-Kart. Damit brauste man flockig raus aus Santiago an die Küste. Auf dem Rückweg muss Beat dann noch einen Pass mit vielen Kurven finden. Auch tanken macht viel Spass, 25 Liter-Tank und Durst hat der Kleine praktisch keinen.

Wir fuhren dann chilenisch (rasten) bis nach Con Con nördlich von Viña del Mar und genossen die kühle Meeresbrise.

Jetzt kommt es auf TNT und Andres an, wie lange die Brise noch anhält......

 

Saltos de Laja Chicco bei Los Angeles

 

Saltos de Laja bei Los Angeles

 

Operation Landy-Getriebe

 

Stadtteil Bellavista (Kneipenviertel)

 

Museo Bella Artes

 

Plaza de Armas, Santiago

 

Cerro Santa Lucia

 

Grossbrand in Santiago (Edificio Diego Portales)

 

Waren nicht die einzigen Gaffer.......

 

Das höchste Gebäude von Chile

 

kühle Meeresbrise in Viña del Mar

 

Sugi Maruti, wie ein Go-Kart

 

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