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Cachi - San Pedro de Atacama

Am Morgen gings dann weiter auf der Ruta 40 Richtung Norden. Wir wollten es mit der Höhenanpassung eigentlich ruhig angehen. Der Plan war Richtung Susques zu fahren und irgendwo auf rund 3000 m zu übernachten, um dann locker über den Paso de Jama zu kommen. Das war der Plan....... Aber da wir alle wohl mit "miesem" Kartenmaterial unterwegs sind, wo mal kurz der höchste Pass von Argentinien nicht eingezeichnet ist, blieb es dann beim guten Ansatz. Anfangs führte die Ruta 40 lauschig durch ein schönes Flusstal. In der Ferne sah man schneebedeckte Berge. Man dachte sich noch, die müssen aber hoch sein. Nach La Pome stieg die Strasse dann fast unaufhörlich in den Himmel. Wir dachten immer nach der nächsten Kurve gehts wieder runter. Aber das Gegenteil war der Fall. Das GPS zeigte 3000, 3500, 4000, 4500 und gab dann erst bei 4895 m.ü.M. "Ruhe". Man hatte dann die schneebedeckten Berge höhenmässig fast erreicht. Anschliessend gings dann wieder etwas runter nach San Antonio de los Cobres auf lumpige 3500 m.ü.M.

Wir übernachteten nahe der Brücke Polvorilla des Tren a las Nubes auf 4000 m. Während der Fahrt merkt man, ausser eines leichten Druck im Kopf, nicht viel von der Höhe. Aber das mit dem Schlafen ist so eine Sache. Die Nacht war eine der Schlimmsten. Mehr als 15 Minuten am Stück schlafen war nicht möglich. Wir bekamen Kopfweh und Sarah war am Morgen sogar etwas übel. Übernächtigt gings dann früh weiter Richtung Susques. Wir wollten wieder auf eine "normale" Höhe. Aber zuerst galt es noch den Paso de Jama (4600 m.ü.M:) zu bezwingen. Nach einer Stunde Fahrt waren die Beschwerden dann wieder verschwunden. In Susques tankten wir und erledigten die argentinischen Zollformalitäten auf dem Paso de Jama und bretterten über die, für Lastwagen gefährliche, Strecke nach San Pedro de Atacama. Die Strasse führt innerhalb 45 km von 4600 auf 2500 m.ü.M. und das alles mehr oder weniger in einer Geraden. Die spinnen die Chilenen. Lastwagenwracks am Strassenrand zeugen von der günstigen, aber doch blödsinnigen Strassenführung.

In San Pedro de Atacama stempelte man sich flockig durch den Zoll. Die Reifen und Schuhe werden mit irgendeinem Gift behandelt und es wird nach "Schmuggelware" (Früchte, Gemüse, Käse, Milch etc) gesucht.

Da sie unsere "verbotenen" Waren nicht gefunden haben, gabs am Abend dann eine feine Schmuggler-Platte.........

Am darauffolgenden Morgen gabs dann etwas Frühsport. Wir haben unseren zweiten Platten der Reise eingefangen. Einen sogenannten "Schleicher". Die Kabine hatte arg Schlagseite. So wechselte man nach einem Espresso halt den Reifen. Dabei bemerkte Erich dann noch etwas Unerfreulicheres. Das Chassis war auf beiden Seiten angerissen. Muy malo...... Am nächsten Morgen (Ostern) gings dann in die Garage. Nachdem das Chasis mit zwei 20t-Hebern in die richtige Position gedrückt wurde, war dann etwas schweissen angesagt. Die fast 6 Stunden Arbeit haben 10 000 chil. Peso (25Fr.) gekostet. Unglaublich die Löhne hier........
Wir hoffen jetzt mal, dass die Sache hält. In der Schweiz wirds jetzt wohl nix mehr mit Prüfen des Fahrzeugs. Aber Hauptsache ist, dass nichts passiert ist und die Reise weiter geht.

Wir erholten uns dann 3 Tage in San Pedro de Atacama. Eigentlich ein schönes Städchen, einfach bisserl viel Touristen und das Preisniveau tendiert Richtung Grindelwald.

Danach fuhren wir Richtung Süden auf den Salar de Atacama. Unterwegs konnten wir dann den Ausbruch des Vulkans Lascar aus "nächster" Nähe bestaunen. Sieht schon beeindruckend aus, wenn so ein Vulkan einen fahren lässt. Wir übernachteten dann auf dem Salar, direkt am Lago Chaxa und genossen den Sonnenuntergang und die Stille der Nacht.

Wir fuhren dann zurück nach San Pedro de Atacama. Am nächsten Morgen gings dann weiter ins 100km entfernte Calama. Die zweite Tollwutimpfung und neue Zollpapiere für Josi waren fällig. Auch mussten die Nahrungsvorräte im doch günstigeren Calama aufgefüllt werden.

Am 23. April gehts dann weiter Richtung Bolivien.

 

Cachi

 

Cachi

 

Flusstal nördlich von Cachi, Ruta 40

 

Die Gipfelstuermer auf dem Abra El Acay, dem höchsten Pass von Argentinien, 4895 m.ü.M.

 

Viadukt Polvorilla des Train a las Nubes (224m lang, 63m hoch)

 

Unterwegs zwischen San Antnio de los Cobres und Susques

 

zwischen San Antnio de los Cobres und Susques

 

über den Paso de Jama, Salinas de Olaroz

 

über den Paso de Jama

 

Vulkan Licancabur, fast 6000 m.ü.M.

 

"mal wieder" ein Landyproblem, Chassis gebrochen..........

 

Ausbruch des Vulkan Lascar, dem aktivsten Vulkan in der Gegend, so alle 4 Jahre meldet er sich "zu Wort"

 

auf dem Salar de Atacama, beim Lago Chaxa

 

Flamingos beim Lago Chaxa

 


 


 

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