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Cobija - Puerto Maldonado - Cusco


Am 14. Juni haben wir die Grenze nach Brasilien überquert. Im Gegensatz zu Mercedes und Norbert hatten wir keine Probleme mit Auto in Brasilien einzureisen. Notfalls wären wir halt auch illegal eingereist und wären die 110 km nach Assis Brasil "schwarz" gebrettert. Das war auch der Tip des Millitärpolizisten an der Grenze : "Weiter östlich gäbe es eine weitere Brücke über den Fluss, dort werde nicht kontrolliert.........." Manche brasilianische Zöllner sind schon cool drauf. Andere widerum nicht so. Für 110 km durch Brasilien zu fahren, war der Papierkrieg schon gigantisch. 16 Seiten und 12 Unterschriften...........

Wir assen dann in Brasiléia etwas zu Mittag und brausten über die sehr gute Asphaltstrasse nach Assis Brasil und überquerten die brandneue Schrägseilbrücke nach Peru. Dort erledigten wir die etwas moderateren peruanischen Zollformalitäten und erhielten glatte 3 Monate Aufenthalt in den Pass gestempelt. Wir übernachteten kurz nach der Grenze abseits der Strasse. Tags darauf gings weiter über die gute Erdpiste nach Puerto Maldonado. Die Piste führt durch Weideland und Sekundärwald. Bei Puerto Malonado setzt man mit einer Fähre über den Fluss "Madre de Dios". Beim Verlassen der Fähre hatte man dann wieder mal etwas Glück. Eines der Bretter brach in der Mitte durch. Es reichte ganz knapp unversehrt das Ufer zu erreichen. Ansonsten hätten wir wohl mehr als nur ein Chassisproblem gehabt.......

In Puerto Maldonado deckten wir uns mit "Nuevo Soles" ein und übernachteten im Garten des Hotels Ademayor. Der Ort bietet ausser guten Einkaufsmöglichkeiten und dem sehr guten Restaurant "Casa Nostra" nicht viel. Deshalb gings nach einem üppigen Morgenessen dann direkt weiter Richtung Cusco. Die Strecke zwischen Puerto Maldonado und Cusco entschädigte dann für die etwas fade Strecke zwischen Rurre und Cobija. Die Strecke führt anfangs durch schönen Urwald, dann "Yungamässig" durch enge Täler. Als Dessert folgt dann noch ein 4900m hoher Pass, von dem man einen überwältigenden Blick über das Nebelmeer hat. Wir übernachteten abseits der Strasse in einer Kiesgrube.

Tags darauf trudelten wir dann in Cusco ein. Wir suchten fast 1.5 Stunden den Camping Quinta Lala. War eine etwas nervenaufreibende Stadtrundfahrt. Mit einem mittelgrossen Womi durch die engen und steilen Gässchen von Cusco zu irren, muss nicht unbedingt sein. Bei einem Kehrmanöver in einer Sackgasse hat Beat mal kurz das Rücklicht ruiniert. Am nächsten Tag gabs dann ein Plasik-Puzzle mit Leim und Klebeband.

Weiter waren wieder einmal Renovationsarbeiten am Fahri fällig. Diesmal keine Schweisserarbeiten, aber Schreinerarbeiten. An der Kabine ist oben beim Dach mal kurz ein Brett durchgebrochen. Beat ist 4 Stunden durch Cusco geirrt, um Aluplatten und SIKA-Flex auftzutreiben. In der Schweiz ist das schon cool, da schneit man flockig ins Heim+Hoppy und hat nach 15 Minuten was man braucht. Hier rennt man von Pontius zu Pilatus und dann hat man es dann vielleicht.....

Aber schlussendlich hatte er doch alles beisammen. Tags tarauf werkelten Beat + Norbert an der Kabine rum. Jetzt haben wir geile Alu-Verkleidungen mit einer Tube SIKA-Flex auf der Kabine. Sieht gut aus, obs hält? Die nächste Ripio-Piste wird es zeigen..........

Wir sind jetzt schon 1 Woche in Cusco auf dem Camping "Quinta Lala". Man werkelt bisserl am Auto rum, surft mit WIFI im Internet, hat gerade das Skypen entdeckt und freut sich am Fernseher über die Erfolge der Schweiz an der Fussball-WM. Jiiihaaa, wir sind im Achtelfinal!!!!!

In Cusco ist im Moment noch Sonnenwende-Feier. Mit Umzügen und vielen Touristen. Aus diesem Grund ist der Camping auch gut besucht. Die Fahris stapeln sich schon fast wie in Südfrankreich Ende Juli.



 

Erdpiste zwischen Assis Brasil und Puerto Maldonado

 

Dschungliges nach Puerto Maldonado

 

Dschungliges nach Puerto Maldonado

 

so wohnt man hier

 

Strasse bei Mazuko

 

Hängebrücke bei Mazuko

 

wieder was Dschungliges bei Puerto Maldonado

 

was Erfrischendes...........

 

Nebelobergrenze 4500 m.ü.M.

 

 

Getreidefelder bei Cusco. Mühsame Sache das.....

 

bei Cusco

 

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