Sie sind hier:  >> SÜDAMERIKA  >> Reisetagebuch 


Chachapoyas - Vilcabamba - Puerto Lopéz - Canoa

Am Samstag sind wir dann in Chachapoyas losgefahren. Bis zur Abzweigung bei Ruiz Gallo ging es weiter mit der arg rüttelnden Schlaglochpiste. Dort empfing uns dann eine recht gute Asphaltpiste. Auf ihr "gleiteten" wir entlang von Reisfeldern bis Jaén. Ab dort bis kurz vor Vilcabamba war dann wieder schmale Schlaglochpiste angesagt. Wir übernachteten kurz vor der Grenze nach Ecuador auf dem Parkplatz des Hotel Campestre in Namballe.

Der Grenzübertritt wäre eigentlich unproblematisch. Wenn da nicht die mühsamen peruanischen Grenzbeamte wären, die Freude daran haben, Gringos zu verarschen. Die Ausreiseformalitäten waren schnell erledigt. Aber das mit Josi war dann so eine Sache. Der SENASA-Beamte war nicht anwesend. Man sagte uns, ohne seinen "Segen" könnten wir nicht aus Peru ausreisen und schon gar nicht in Ecuador einreisen. Er wäre gerade beim Morgenessen und komme umgehend. So warteten wir dann glatte zwei Stunden. Nach diesen zwei Stunden fragten wir dann einen anderen Grenzbeamten, wies denn jetzt mit dem SENASA-Futzi aussehe. Dieser erwiderte etwas überascht, es sei ja Sonntag und am Sonntag arbeite das SENASA gar nicht. Aha, nett, dass uns das auch mal jemand sagt. So reisten wir dann nervlich etwas angefressen aus Peru aus. Die Einreise in Ecuador war überhaupt kein Problem. Für Südamerika superflott, freundlich und der Hund war, abgesehen, dass ihn jeder Grenzbeamte streicheln wollte, kein Thema. SENASA-Dokumente? Für was denn? Der Hund ist ja geimpft, war die Antwort......... Soviel zu denn nicht ernst zu nehmenden Äusserungen der peruanischen Grenz-Schluffis in Trainerhosen und Badeschlappen.

Wir fuhren dann durch die schöne Landschaft bis Vilcabamba. In Peru gibts fast in jedem Ort Polizeikontrollen. In Ecuador, mal was Neues, überall Militärkontrollen. Aber auch die Militärs sind superfreundlich, einfach etwas besser austrainiert und besser bewaffnet.......

In Vilcabamba übernachten wir auf dem Parkplatz der Hosteria "Izhcayluma", der Gebrüder Schramm aus Deutschland. Lassen uns im sehr guten Restaurant kulinarisch verwöhnen und lassen den Abend in der Bar mit "ihr wisst schon" ausklingen.......

Am Dienstag hatte Beat Lust, mal wieder zu reiten. Mal wieder? Das letzte Mal war in Südfrankreich vor mehr als einem Jahrzehnt. Sarah sagte noch, 2 oder 4 Stunden seien völlig ausreichend, für deine kümmerlichen Reitkenntnise. Aber da Männer im Allgemeinen harte Jungs sind, buchte Beat natürlich den Ganztagestrip. Im Nachhinein hätte ich auf meine "bessere Hälfte" hören sollen. Aber der Ausflug war sehr schön, bin nicht runtergefallen, aber die Schmerzen am Hinterteil, Rücken und den Beinen an den folgenden Tagen, waren schon bisserl unangenehm. Aber, nicht jammern, selber schuld und eben "harte Jungs" und so.......

Wir blieben noch drei Tage in Vilcabamba. Das Hinterteil von Beat hätte es auch nicht gutgeheissen, schon wieder Landy zu fahren.

Dann gings weiter über Loja nach Machala an die Pazifikküste. Wir übernachteten im Hof eines Hotels in Puerto Bolivar. Tags darauf rötzten wir durch Guayaquil, wo wir uns mal kurz verfuhren, nach Montañita. In Guayaquil hats ja schon Strassenschilder, aber nur mit den Strassennamen. Ohne Stadtplan ist es dann auch nicht so der "Bringer"......... Aber mit der Hilfe eines freundlichen Polizeibeamten fand man dann doch noch den richtigen Weg.

In Montañita blieben wir zwei Tage. Der Ort eignet sich sehr gut, um ein paar Tage abzuhängen, man sollte einfach Bob Marley mögen, da er aus jeder zweiten Bar dröhnt. Wir hättens eigentlich noch länger ausgehalten, aber wir wollten noch unbedingt einen Blick auf die Wale werfen. Und da die "Saison" schon fast zu Ende ist.......

So bretterten wir die 50 km nach Puerto Lopéz. Hier übernachteten wir auf den Parkplatz des Hotel Mandala. Das Hotel hat ein gutes Restaurant und einen sehr schönen, grossen Garten.

Tags darauf gings dann mit einer Horde Israelis Wale kucken. War nicht leicht die paar Wale, die es noch hat, zu finden. Nach über einer Stunde hatte sie der Kapitän dann ausgemacht. Das Spezielle an den Walen in Puerto Lopéz soll sein, dass sie in die Luft springen. An diesem Tag war es leider etwas anders. Ein ca. 8m grosser Orca war auf der Jagd nach dem Jungen. Zum Glück vergebens, aber mit dem "ich fühl mich gut"-"in die Luft springen" war es dann natürlich auch Essig.

Im Nachhinein hat sich das "nach Puerto Lopéz stressen" nicht gelohnt. Aber jenu, man kann nicht alles haben.........

Wir fuhren dann weiter nordwärts nach Canoa. Hier campen wir beim Hostal Bambu. Sehr schöner Platz mit sauberem Strand und warmem Meer, da hier nix mehr mit Humboldstrom.

 

was sprudliges (unterirdische Quelle?) bei Chachapoyas

 

Reisfelder bei Jaén, Peru

 

Berglandschaft bei Zumba, Ecuador

 

bei Vilcabamba, Ecuador

 

im Hintergrund Vilcabamba

 

Caballero Beat

 

z'Füdli tuet scho rächt weh........

 

Bananenplatage bei Machala

 

bei Machala

 

Garten des Hotel Mandala, Puerto Lopéz

 

 

Orca vor Puerto Lopéz

 

Ballena vor Puerto Lopéz

 

Hafen Puerto Lopéz

 

Hotel Mandala

 

am Strand von Canoa

 

Canoa

 

nach oben