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Quito - Cali - Bogotà


Wir blieben bis am 15. Oktober in Quito. Da man im Casa Helbling nicht mehr campen darf, sind wir ins Hostal Fer Reisen "umgezogen". Dort warteten dann auch schon Steffi und Mario mit Josi auf uns. Wir wurden von allen freudig begrüsst, nur mit dem wedeln hapert es bei Zweien noch ein bisschen. Mann kaufte noch ein paar Souvenirs, nur das mit Beats Panamahut wollte irgendwie nicht klappen. Schuhe konnte er mittlerweile kaufen, aber der Kopf ist für südamerikanische Verhältnisse wirklich zu gross. Der Einzige der passte war ein Superfino für 400 Dollar. Das ist definitiv für unser Budget zu viel.....

Wir feierten noch ein paar feuchtfröhliche Feste, gingen lecker essen und am 15ten gings dann mit den zwei Landys Richtung Kolumbien.

Um es vorwegzunehmen, uns gehts jut und wir sind wieder in Ecuador! Da Kolumbien in Europa einen etwas schlechten Ruf hat.......

Natürlich war es beim Grenzübertritt mal wieder Sonntag und wir waren früh dran wie immer. Die Migracion war kein Problem, aber mit dem Auto wurde es dann eine längere Geschichte. Erst mussten von allen Dokumenten Kopien gemacht werden, mit dem Einreisestempel. Und Kopiermaschinen gibts in Kolumbien erst 5 km nach der Grenze. Also gings wieder zurück nach Ecuador, wo es zum Glück gleich neben der Migracion so ein Teil gibt. Mit den nötigen Papieren gings anschliessend wieder zurück zur Aduana, wo der freundliche Beamte dann die Daten in den Computer eingegeben hat. Nur das mit dem Drucken hatte er leider nicht ganz im Griff. Nach 1.5 Stunden war es mit den zwei Autos dann doch geschafft. Josi hat die kolumbianischen Grenzbeamte überhaupt nicht interessiert.

Direkt an der Grenze haben wir auch gleich etwas Peso gewechselt. Dabei wurden wir dann gleich um 15 Dollar beschissen. Mmmm, kaum in Kolumbien und schon über den Tisch gezogen.......

Wir übernachteten 2 km nach der Grenze im Hotel Campestre, da es bereits dunkel wurde.

Tags darauf fuhren wir weiter Richtung Norden. In Kolumbien Auto zu fahren muss man sich schon leisten können. Die Spritpreise sind leicht höher als in Ecuador, aber die Strassenmaut geht schon fast in Richtung "die haben ja komplett einen am Sender". Wir bezahlen fast gleichviel für das Benzin, wie für den Strassenzoll. Teilweise sind alle 20 km Mauthäuschen, wo man um die 5000 Pesitos (2.5 Fr) abdrückt. Auf die 1500 km Ipiales-Cartagena und zurück summiert sich das dann ein bisserl. Liebe Schweizer, es soll sich ja niemand mehr über die paar Fränkli für die Autobahnvignette aufregen, in Kolumbien fährt man damit ein paar hundert Kilometer........

Wir übernachteten bei Pancha auf einem Campingplatz mit Pool und blieben zwei Nächte. Man grillte und kärtelte mal wieder.......

Anschliessend gings über Popayan nach Cali, wo wir in der Pension Stein beim Schweizer Konsul übernachten durften. Am Abend wurden wir auch gleich zu einem sehr leckeren Essen eingeladen. Vielen Dank für die Gastfreundschaft, lieber Enrique!

Wir blieben zwei Nächte und machten einen Stadtrundgang. Cali ist aber keine besonders schöne Stadt, oder aber, wir haben die schönen Seiten dieser Stadt nicht gefunden.....

Es ging dann weiter Richtung Bogotà. Bei Armenia bogen wir von der PanAm ab Richtung Osten, wo wir auf einem Campingplatz übernachteten. Tags darauf war dann ein Pass zu bezwingen. Und bezwingen ist dafür das passende Wort. Die Strasse führt steil bergauf und mit den Hunderten von Lastwagen macht dies nicht wirklich Freude. Man tuckert teilweise im Schritttempo hinter den Lastwagen den Berg hoch und überholt und überholt, wenn den mal ein gerades Strassenstück kommt. Die Kolumbianer müssen ein streng gläubiges Volk sein, denn sie überholen in Kurven, bei Nebel mit Sichtweite von 3 Metern und vor Kuppen. An diesem Tag schafften wir nur 70 km und übernachteten bei Ibagué in einem Stundenhotel. Am folgenden Morgen um sechs bretterten wir bis Bogotà, der Hauptstadt Kolumbiens und mit 7 Millionen Einwohnern, grössten Stadt des Landes.

In Bogotà trafen wir uns mit Angelika, einer Kollegin von den "Sindforts" aus Zweisimmen. Sie lebt mit Unterbruch seit 2 Jahren in Kolumbien und besucht hier eine Schule. Wir durften in ihrer Wohnung übernachten. Muchas gracias, Angelika!

Wir besichtigten die sehr eindrückliche "Cathedral de Sal" bei Zipaquirá. Die Kathedrale wurde zu Ehren der Schutzpatronin der Minenabeiter (Virgen del Rosario de Guasá) in einer alten Salzmine errichtet. Ein Kreuzweg führt zum gewaltigen Dom mit einem Grundriss von 8500 m2. Er bietet Platz für fast 10 000 Personen.

Weiter besuchten wir das "Museo de Oro". Hier werden über 33 000 Gold- und 12 000 Keramikstücke der präkolumbianischen Kulturen ausgestellt, die zum Glück den goldgeilen Spaniern nicht in die Hände gefallen sind.

Am Samstag ging es dann auf eine Halloween-Party, die Freunde von Angelika organisiert haben. Da man verkleidet erscheinen sollte, war dann etwas Bastelstunde angesagt. Mario und Beat gingen als Bravehearts mit Schottenrock, selbstgebastellten Riesenäxten und "vollgeblutet" mit Lippenstift. Sarah und Steffi waren urchig schweizerisch unterwegs, als Heidi und Geissenpeter. Auf der Party kamen dann sogar die "diplomierten" Tanzmuffel Mario/Beat nicht umhin, des öftern das Salsa-/Merengue-Tanzbein zu schwingen. Mit genug Rum in der Birne und einer netten Chica an der Hand macht das sogar noch Spass............(Zitat Beat)

Wir gingen dann noch auf die Schweizer Botschaft in Bogotà. Das hat uns der Konsul in Cali ans Herz gelegt, um uns über die Sicherheitslage der Strassen zu informieren. Aber das war ein Schuss in den Ofen. Die einzige Information, die wir bekamen war : "Verlassen Sie Kolumbien auf dem schnellsten Weg". Aber wo wir den durchfahren sollen, konnte oder wollte uns die Gute nicht verraten. Mhhh, wenn man mal Infos bräuchte, bekommt man gar nix. Keine Ahnung für was diese Botschaft da ist. Kostet wohl eine Mörderkohle aber bringen tuts gar nix, jedenfalls uns........

Am 30. Oktober gings weiter Richtung Medellin.

 

 

Schweizer Konsulat in Cali, edel...........

 

Cathedral de Sal

 

Cathedral de Sal

 

Cathedral de Sal

 

Cathedral de Sal

 

Cathedral de Sal

 

Bogotà

 

Museo de Oro, Bogotà

 

Museo de Oro, Bogotà

 

Museo de Oro, Bogotà

 

Museo de Oro, Bogotà

 

Museo de Oro, Bogotà

 

Museo de Oro, Bogotà

 

Angelika

 

Mario gaaaaanz cool.....

 

olala, das Panorama......

 

Halloween in Bogotà, feuchtfröhliche Sache das.....

 

 

Bravehearts mit Latina

 

Sindforts geben alles

 

 

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