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Quito - Montañita - Cuenca - Vilcabamba


Wir blieben 3 Tage in Quito und liessen den Anlasser revidieren, kauften ein neues Gaskabel und ein paar Benzinfilter. In Quito gibts ein kleines aber feines Geschäft mit Original-Landyteilen. (Adresse guggst du Reisefacts)

Da das Wetter im Hochland um diese Jahreszeit eher als nass zu bezeichnen ist, enschieden wir uns zu einem Abstecher an die Küste. So landeten wir wieder in Canoa. Diesmal war es leider nicht mehr so gemütlich, wie beim ersten Mal. Das Hotel wird umgebaut und die Touristen waren fast ausschliesslich Amis. So röndelten wir nach 3 Tagen weiter nach Montañita. Dort blieben wir dann etwas länger "kleben". Wir trafen Manuela und Sonny (www.sonnymanutrip.blogspot.com), die durch Südamerika reisen und ihre selbstgemachten Schmuckstücke verkaufen. Da Sarah dies schon immer lernen wollte, liessen wir uns in die Geheimnisse der "Knüpfkunst" einweihen. Wir blieben 9 Tage, knüpften und knoteten wie die Grossen. Vielen Dank, Manu und Sonny für eure Geduld und die Zeit die ihr euch für uns genommen habt. Es hat uns viel Spass gemacht!!

Anschliessend gings wieder zurück in die Berge nach Quenca. Wir blieben 6 Nächte bei Umberto (Cabañas Yanuncay). Wir schlenderten durch die sehr schöne Altstadt, kauften Steine und Fäden für unser Artesania-Geschäft, knüpften die ersten Teile fürs Sortiment und vorallem warteten wir das Ende von Josis Läufigkeit ab. Hier noch eine kleine Geschichte am Rande. Schon bei Josis erster Läufigkeit in Cusco mussten wir wie die Häftlimacher aufpassen das Josi nicht von Schäferhund Nino gedeckt wird. In Cuenca erging es uns nicht besser, da wurde Nino durch Schäferhund Rocky ersetzt. Und wir hatten alle Hände voll zutun.

Dann holperten wir über Loja nach Vilcabamba. Es war wie eine kleine Heimkehr, Hurra da gibt es gutes Essen!! Die Portionen machen sogar Beat satt...... Gleich am ersten Abend lernten wir Christof kennen, obwohl Deutscher sehr nett das Burschi.......grins! Neuerdings wird an der Reception Schweizerdeutsch gesprochen. Daniela aus Bern (Heimatort Guggisberg!!) arbeitet hier als Volontärin. Die ersten drei Tage wurde reichlich geschlemmt und die Happy Hour in vollen Zügen genossen. Dann wurde Sarah leider krank. Sie fing sich eine flitzkotzkackende Darminfektion ein, die schlussendlich nur mit Antibiotika wegging. Dies hinderte Beat und Christof aber nicht weiter reichlich alkoholische Genussmittel zu sich zunehmen. Es gipfelte am Heiligabend in einen "vomBänkliumfaller" und anschliessend den Rausch in der Bar ausschlafen von Beat. Zuviel Tequila macht ziemlich wirr im Kopf.......

Am 19ten hatte unser Artesania-Geschäft die erste Kundin. Cookie aus Deutschland hat sich eine Halskette gegönnt. Es gingen auch "wie wild" Bestellungen ein. So hatte man dann so Einiges zu tun. Für zwei Nachmittage gingen wir auch noch bei Cristobàl in die "Artesano-Lehre".
Am 21. 12. gabs dann noch eine freudige Überraschung, Anita+Roger von www.nichtswieweg.ch und Jürgen+Dina schneiten mit ihren Campern im Izhcayluma rein. Da wurde es dann etwas eng auf dem Parkplätzli..........
Am 25ten gab es im Restaurant ein lecker Buffet und anschliessend in der Bar einen Triathlon (Pool,Tischtennis,Dart) Die Männer erreichten nur hintere Platzierungen, aber die Camperfrauen räumten so richtig ab. Dina schaffte mit ihrem Partner Platz 2, Anita Platz 3 und Sarah 4.

Nach Weihnachten wollten wir uns eigentlich auf die Socken Richtung Peru machen, aber irgendwie kamen wir einfach nicht weg aus Vilcabamba.
Am 31. Dez. organisierte Jürgen ein Wasserball-Turnier. Wir waren alle ein bisschen skeptisch, aber das Ganze wurde ein voller Erfolg!!
2 Stunden lang wurde gekämpft und gespielt. Hans und sein Dackel Otti machten die Schiedsrichter.
Stand es gerade eben noch 6:1 so war es plötzlich 7:7. Bei genauerem Nachfragen teilte Hans mit, das sei ein Freundschaftsspiel, die würden immer Unentschieden ausgehen. Als die Helden des Wasser ihr Spiel beendet hatten, sahen alle noch frisch und gesund aus. Das sollte sich wenige Stunden später ändern. Dieter,Emil, Jürgen und Christof hatte es ganz schön erwischt, hatten sie doch alle grosse Ähnlichkeit mit reifen Tomaten. Jaja die Sonne am Aequator ist ganz schön krass....... Beat, der erfahrene "Langzeittraveller" hatte als Einziger ein T-Shirt an.

Am 2ten Januar machten wir dann noch eine Tageswanderung zu Hans nach Hause. Er wohnt hinter den sieben Bergen, das einfache Haus ist nur zu Fuss zu erreichen. Es liegt wunderschön gelegen in einem Seitental bei Quinara. Er kochte seinen sehr leckeren Kichererbsen-Eintopf und servierte seinen selbstgemachten Panela. Panela-Wein wird aus Zuckerrohr hergestellt und hat ca. 15% Alkohol. Wir genossen einen wunderschönen, wenn auch leicht beschwipsten Tag. Merci Hans!!

Nach Neujahr hat es nicht mehr ganz so viele Gäste, da hat Dieter mal kurz die "Izhcayluma-Gourmetwoche" ausgerufen. Emil zauberte Kassler mit Dampfkraut und Kartoffelstock, Zwiebelkuchen, Apfelchuechli mit Reibkuchen und mit Sarahs Hilfe Fruchtwähe.

Am 7ten wollten wir dann ein weiteres Mal Vilcabamba verlassen aber am 6ten hatten die Jungs die Idee ins "Shantas" zu gehen und die Spezialität "Snake-Juice" zu testen. Das ist so ein teuflisches 70%iges Schnapsgebräu in dem zwei Schlangen eingelegt sind. Nicht gerade das leckerste Getränk aber 3 davon erzeugen eine ordentliche Fiesta im Kopf. So war es dann wieder nix mit Losfahren............

Am 8. Januar haben wir dann den "Absprung" doch noch geschafft und bretterten dann los Richtung Lima um dort hoffentlich Brächi zu treffen.

Lieber Dieter und Emil. Vielen Dank für die herzliche Gastfreundschaft und hoffentlich sieht man sich mal wieder!

Und du bärtiges Christoph (hab es extra falsch geschrieben) See you soon in Switzerland. Arbeite bis dann mal schön, das Land soll seeehr teuer sein........