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Iguazú - Santa Fe - Buenos Aires


Am 28. Februar gings dann zurück Richtung Posadas. In San Ignacio besuchten wir die Jesuitenreduktion. Wir übernachteten auf einem Camping direkt am Paraná. Da es wieder brutal heiss war, fuhren wir dann gleich weiter südwärts. Wir röndelten bis Paso de los Libres und übernachteten an einer Tankstelle.

Tags darauf ereilte uns dann das Schicksal jedes motorisierten Entre Rios Reisenden. Busse gleich an der ersten Polizeikontrolle, knapp 500 m nach der Provinzgrenze, wegen fehlender Stossstange hinten. Diesmal nicht die am Landy sondern an der Kabine. Schon unglaublich die Entre Rios-Beamten Luschen. Argentinier werden gar nicht kontrolliert, die brettern mit ca. 100 Sachen an der Kontrolle vorbei. Aber Ausländer werden schön herausgefiltert und abgezockt. Es standen noch 5 brasilianische Lastwagenfahrer auf dem Seitenstreifen. Die Lastwagen waren top in Schuss, fünf der sicher besten Lastwagen, die in Argentinien rumfahren, aber irgendetwas war doch zu löhnen.

Wir jedenfalls sollten 400 Peso abdrücken. Beat hatte dann keine Lust mehr mit den Idioten zu reden, er ging mal zum Auto eine rauchen. Zuerst wollten sie gar nicht mit Sarah sprechen, sie wäre ja gar nicht die Besitzerin des Autos. Tja, blöde Situation, der Besitzer spricht aber sicher nicht mehr mit ihnen. Sarah machte ihnen dann klar, dass wir nur 175 Peso dabeihaben. Sie faselten dann was von Beat fährt mit einem Bullen zum 80km entfernten Bancomaten. Aber da kätten sie tagelang darauf warten können, da hätten wir uns dort häuslich eingerichtet.....

Schlussendlich krallten sie sich dann die 175 Peso. Wir hoffen mal, dass sie daran ersticken!

Wir fuhren dann im strömenden Regen bis Paranà und suchten dort einen Campingplatz. Der Einzige, den wir gefunden haben, war ein ziemliches Wrack und vom Regen überflutet. Darum gings dann weiter durch den 2400m langen Tunnel nach Santa Fé.

Dieser Tunnel wurde 1969 gebaut. Da die Zentralregierung in Buenos Aires die Überquerung des Paranà weiter südlich wollte, untersagte sie den beiden Städten eine Brücke zu bauen. Da Ingenieure im Allgemeinen findige Köpfe sind, baute man stattdessen einen Tunnel. Bisserl was teurer, aber wenns nicht anders geht.......

In Santa Fé fanden wir auch keinen Campingplatz. Den "Reise Know-How"-Reiseführer Argentinien kann man wirklich rauchen. Da steht drin ausserhalb der Stadt gibts Campingplätze. Na toll und in welcher Himmelsrichtung??? Wir fuhren dann weiter bis Santa Tomé. Dort fragten wir uns zum Camping Municipal durch. Ein kleine aber feine Anlage mitten im Ort.

Dort zeigte sich mal wieder das die Welt doch nur ein "Dorf" ist. "Nichtswieweg's" Anita und Roger hatten am Morgen ihr Dachzelt dort schon aufgeschlagen. Südamerika ist so riesig, aber man trifft sich immer wieder irgendwo. Wir beschlossen, die Reise gemeinsam ausklingen zu lassen und blieben 8 Tage in Santa Tomé. Wir grillten mal wieder......

Wir bretterten dann über die Autobahn nach Tigre nahe Buenos Aires. Im Club Suizo durften wir für teures Geld campen. Wir blieben zwei Nächte, putzten unsere Fahris und packten die Rucksäcke für den Heimflug.

In Buenos Aires gings dann in den Stadtteil Palermo, wo wir bis zum 28. März eine kleine Wohnung gemietet haben. Sehr empfehlenswerte Seite um Wohnungen in Argentinien zu mieten : www.bytargentina.com.ar

Am 21ten fuhr Beat dann zum Hafen, um den Landy zur Verschiffung abzugeben. Mühsame und zeitraubende Sache das...... Zuerst braucht man notariell beglaubigte Passkopien von jeder Seite und eine Packliste, fährt damit zur Aduana, wartet bis der Beamte alles gestempelt und in den Computer eingegeben hat. Dann gehts weiter zum Terminal. Dort drückt man flockig 200 Dollar Gebühren ab und fährt ins Hafengelände. Wagenkontrolle gabs zum Glück keine, sonst hätte die Aktion wohl noch länger gedauert. Im Hafengelände fragt man sich durch, wo man denn das Fahri hinstellen soll und wem man den Schlüssel abgibt. Klingt alles einfach und easy, dauert aber in Südamerika 8 Stunden....... Grimaldi-Agent Turner, der eigentlich wissen sollte wies geht, ist nicht wirklich eine Hilfe, der weiss nicht mal die Öffnungszeiten des Zolls......

Aber schlussendlich wars dann doch geschafft.

Damit hat sich der Kreis in Südamerka geschlossen. Wir sind wieder in Buenos Aires und am 28. März gehts zurück in die Schweiz.

Es waren zwanzig wunderschöne Monate mit vielen Eindrücken und Begegnungen mit interessanten Menschen. Eine Zeit, in der wir machen konnten, wozu wir gerade Lust hatten und fahren wohin uns unsere Neugier führte. Wir haben viel über uns gelernt. Man braucht nicht viel, um glücklich zu sein. Der schönste Luxus ist Zeit zu haben und ab und zu eine warme oder kalte Dusche.

América del Sur, hasta la proxima, wir kommen wieder!!

An alle die uns auf unserer Reise begleitet und unterstützt haben ein grosses Dankeschön!!

See you soon in Europe.........



 

Minas Wanda bei El Dorado

 

Minas Wanda bei El Dorado

 

Abendstimmung am Rio Paranà bei San Ignacio

 

Abendstimmung am Rio Paranà bei San Ignacio

 

Jesuitenreduktion San Ignacio Mini

 

Jesuitenreduktion San Ignacio Mini

 

Oldtimer nicht mehr ganz so im Schuss.........

 

Abschiedsschampuss mit "Nichtswieweg's"

 

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